Manchmal wünschte ich,
ich wäre ein Stern, ein Stern,
der so hell funkelt und strahlt,
dass jeder mich zwischen der Dunkelheit der Nacht
am Firmament des Himmels entdeckt
und zu mir hinaufschaut.
Dann würde ich Blicke sehen,
die mein Herz erwärmen, mich glücklich machen
und doch traurig zugleich…weil ich wüsste,
dass es nicht für immer,
sondern nur für diese eine wolkenlose Nacht wäre.
Doch diese Blicke..diese erfüllenden Blicke,
voller Erstaunen, voller Fantasie
und vollem Glücksgefühl,
sie wären wie endlose Sekunden der Zeit.
Eine stille Zeit…nichts bewegt sich,
nur dieser eine so wunderbare Stern würde endlos weiterstrahlen
und bis in die Ewigkeit leuchten.
Aber leider wird so etwas niemals passieren…
am Ende ist es doch so,
dass erst die Nacht heller wird,
der Mond verschwindet,
vielleicht sogar Wolken aufziehen
und alle Sterne verschwinden,
als letztes dann mein Stern…das Funkeln.
Man könnte nur noch durch ein Foto,
ein Video oder einer Zeichnung die Sterne festhalten.
Die Frage ist nur, ist es das Gleiche?
Da wäre doch die Erinnerung noch schöner.
Wie ist es mit unseren Erinnerungen?
Lassen wir sie los und blicken hinauf zum nächsten Stern?
Oder ist es so, dass wir uns an dem letzten Stern festklammern
durch ein Foto, ein Video oder einer Zeichnung
und die Zeit kramphaft festhalten,
den Blick vor der Zukunft abwenden?
Wollen wir nicht manchesmal die Augen vor der Wahrheit verschließen,
um Sie nicht verstehen zu müssen?
Doch was bringt das?
Es wird doch immer wieder so sein,
dass schwarze Wolken aufziehen und uns die Sicht versperren,
am Ende nichts mehr von der Erinnerung übrig bleibt,
sie sich auflöst?
Dann hat man doch gar keine Wahl,
man muss der Wahrheit ins Gesicht sehen
und was vorher war vergessen.
Es war doch sowieso nur ein schmerzhafter, zu langer Prozess,
deshalb wünschte ich mir,
ich wär ein Stern,
der immer wieder, jede Nacht vom Neuen erstrahlt
und nicht,
dass ich der Mensch bin,
der traurig, sehnsüchtig nach dem Strahlen des Sterns blickt
und immer wieder versucht,
ihn vergeblich zu erreichen und zu ergreifen.
{9. August, 2007} Gedicht – Sterne